Xiaomi 15 Ultra ist da: Alles zu Specs, Preisen und Release
Inhaltsverzeichnis
Kaum ein Hersteller hat den Namen Ultra so geprägt wie Xiaomi. Das Xiaomi 15 Ultra ist ab sofort das am besten ausgestattete Smartphone im Portfolio des chinesischen Technikriesen. Diese Ultra-Smartphones schaffen es seit dem Mi 11 Ultra sogar bis zu uns nach Deutschland, allerdings nur in begrenzten Stückzahlen und damit verbunden zu sehr stabilen Preisen. Den Aufpreis im Vergleich zum Xiaomi 15 (zum Test) und Xiaomi 15 Pro (zum Test) zahlt man vor allem für die vermeintlich beste Kamera auf dem Markt, an der der Optikspezialist Leica seit einigen Jahren Hand anlegt. Wie es um die Kamera des Xiaomi 15 Ultra bestellt ist und was das Ultra-Flaggschiff sonst noch zu bieten hat, nehmen wir in diesem Artikel unter die Lupe.
Xiaomi 13 Ultra |
Xiaomi 14 Ultra |
Xiaomi 15 Ultra |
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Größe | 163,2 x 74,6 x 9,5mm | 161,4 x 75,3 x 9,2mm | 161,3 x 75,3 x 9,35mm |
Gewicht | 231g | 220g | 229g |
CPU | Snapdragon 8 Gen 2 - 1 x 3,2 GHz + 4 x 2,8 GHz + 3 x 2,0 GHz | Snapdragon 8 Gen 3 - 1 x 3,3GHz + 3 x 3,15Ghz + 2 x 2,26GHz | Snapdragon 8 Elite - 2 x 4,32GHz + 6 x 3,53GHz |
RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM |
Speicher erweiterbar | Nein | Nein | Nein |
Display | 3200 x 1440, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED) | 3200 x 1440, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED) | 3200 x 1440 120Hz (AMOLED) |
Betriebssystem | Android 13, HyperOS | Android 14, HyperOS | Android 15, HyperOS |
Akku |
5000 mAh (90 Watt)
kabelloses Laden |
5000 mAh (90 Watt)
kabelloses Laden |
6000 mAh (90 Watt)
kabelloses Laden |
Kameras | 50 MP + 50MP (dual) + 50MP (triple) | 50 MP + 50MP (dual) + 50MP (triple) | 50 MP + 200MP (dual) + 50MP (triple) |
Frontkamera | 32 MP | 32 MP | 32 MP |
Anschlüsse | USB-C, Dual-SIM | USB-C, Dual-SIM | USB-C, Dual-SIM |
Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
Empfang |
5G: n1, n3, n5, n8, n28, n38, n40, n41, n77, n78 4G: 1, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 26, 34, 38, 39, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 39, 40, 41 |
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Ultra-Smartphones sind bei Xiaomi nach wie vor Chefsache und auch wenn Xiaomi-Gründer und CEO Lei Yun mittlerweile ganze Autos mit dem Beinamen Ultra ankündigt, lässt er es sich nicht nehmen, beim Topmodell für den Smartphone-Markt zumindest zu Beginn des Launch Events auf der Bühne zu stehen. Neben dem Xiaomi 15 Ultra wurden noch einige weitere Produkte in Chinavorgestellt, die wir euch in separaten Artikeln genauer vorstellen werden.
Design – griffige Lederrückseite und Leica Kamerakit
Die Xiaomi Ultra Smartphone-Serie ist neben einem brachialen Kamerahügel, der an das Objektiv einer originalen Leica-Kamera erinnern soll, auch für das sogenannte OIS-Klappern bekannt. Mit Abmessungen von 161,3 x 75,3 x 9,35 Millimetern und einem Gewicht von 229 Gramm ist das Xiaomi 15 Ultra weder ein leichtes noch ein kleines Smartphone. Doch Xiaomi legt Wert darauf, dass es gut in der Hand liegt, mit einem komplett abgerundeten Metallrahmen und einer mikro-curved Vorder- und Rückseite. Neben einer schwarzen und weißen Version mit jeweils seidenmatter Glasrückseite gibt es das Xiaomi 15 Ultra zumindest in China auch mit Kunstlederrückseite in klassischem Leica Schwarz-Silber oder Grün-Silber. Allein aufgrund der weniger rutschigen Haptik würde ich die Kunstlederversion immer bevorzugen. Das Ultra Smartphone ist natürlich komplett staub- und wassergeschützt nach IP68. Einige Konkurrenten bieten aber auch Schutz vor Hochdruckreinigern (IP69).
Wo Xiaomi mittlerweile den Großteil der Smartphone-Industrie in den Schatten stellt, ist der USB-C-Anschluss. Früher hatten wir in unseren Tests noch USB 2 als Nachteil vermerkt, mittlerweile bekommen wir hier einen USB 3.1 Anschluss mit einer Geschwindigkeit von 10GBit/s, was man bei kaum einem Konkurrenten findet. Auch die Bildübertragung ist möglich, allerdings unterstützt Xiaomi keinen dedizierten Desktop-Modus wie beispielsweise Samsung. Im Display befindet sich ein Ultraschall-Fingerabdrucksensor. Beim Design bleibt sich Xiaomi treu und erinnert spätestens mit dem optional erhältlichen Kamera-Kit an die historischen Leica-Kameras.
Das Ultra-Display des Xiaomi 15 Ultra
Auch das Ultra-Smartphone von Xiaomi bleibt vom neuen Micro-Quad-Curved-Trend nicht verschont. Die Entwicklung geht also wieder zurück zum flachen Display, wobei das Display des Xiaomi 15 Ultra an allen Seiten leicht abgerundet ist. Das 6,73 Zoll große 12-Bit-Panel bringt es bei einer Auflösung von 3200 x 1440 Pixeln auf gestochen scharfe 522 Pixel pro Zoll. Das Display ist natürlich voll HDR- und Dolby Vision-tauglich und laut Hersteller mit realistischen 3200 Lux sehr hell. Eine solche Angabe, die wir auch später noch nachvollziehen können, ist uns lieber als die Angabe irgendwelcher “Boost”-Werte, die nur für HDR-Inhalte gelten.
Anstatt auf den Zug mit der IP69 Zertifizierung aufzuspringen, liefert Xiaomi Dragontrail Glas 2.0. Also einen besonders guten Schutz gegen Kratzer und Beschädigungen des Displays. Auch an Komfortfeatures wie 1920Hz schnelles PWM Dimming und einen perfekten flüssigen Wechsel von 1 bis 120Hz durch LTPO-Technik hat Xiaomi bei seinem Ultra-Modell gedacht.
Leistung und System
Der Snapdragon 8 Elite ist der derzeit schnellste Android-Prozessor auf dem Markt und treibt nicht nur Ultra-Smartphones an. Doch die Unterschiede in den Benchmarks mit dem brandneuen 3nm-Chipsatz könnten kaum unterschiedlicher sein. So liegt Samsung trotz der höher getakteten Spezialversion “for Galaxy” weit zurück. Auch beim Xiaomi 15 Ultra wird also das Hitzemanagement und die Kühlung über eine konstante und gegebenenfalls brachiale Performance entscheiden. Mit mindestens 256GB UFS 4.1 Speicher und 12GB LPDDR5 Arbeitsspeicher wird zumindest der Speicher nicht zum Flaschenhals. In der Präsentation vergleicht Xiaomi das 15 Ultra mit dem iPhone 16 Pro Max bezüglich Hitzeentwicklung und das eigene Smartphone schneidet selbstverständlich besser ab.
Antutu (v10)Um genügend Leistung für die nächsten Jahre, muss man sich bei einem Snapdragon 8 Elite Smartphone keine Sorgen machen. Besonders “ultra” ist die Leistung im Vergleich zu vielen anderen Flaggschiffen da draußen dann aber auch nicht. Zum Launch gab Xiaomi einen Antutu-Wert von über 3 Million Punkten an. Ob dieser Wert auch in der Praxis zutrifft, wird sich erst im Test zeigen. Bislang hat das jedenfalls noch kein Smartphone bei uns im Test erreicht. Aber der brandneue UFS 4.1 Speicher könnte hier den Unterschied machen.
Auch beim System gibt es keine Überraschungen. Mit HyperOS 2 auf Basis von Android 15 bekommt man eine der ausgereiftesten und beliebtesten Android-Oberflächen auf dem Markt. Seit HyperOS koppelt Xiaomi auch die Android-Version an das Systemupdate und hier wird es mindestens bis HyperOS 6 gehen, also Android 19. 5 Jahre Sicherheitsupdates gehören bei Xiaomi auch im Flagship-Bereich schon seit Jahren zum guten Ton.
Die Kamera des Xiaomi 15 Ultra im Detail
Der Star der Show ist wieder ein großer 1-Zoll-Sensor von Sony als Hauptkamera. Gerade bei Nachtaufnahmen sind die Ultra-Flaggschiffe mit ihren 1-Zoll-Sensoren den meisten normalen Flaggschiffen sichtlich überlegen. Mit einer Blende von f/1.63 sollte die 50MP Hauptkamera des Xiaomi 15 Ultra zweifelsohne hervorragende Aufnahmen liefern. In der Präsentation wird auch genau diese physische Überlegenheit genutzt und die Nachtaufnahmen mit dem iPhone 16 Pro verglichen. Solche Vergleiche in Produktpräsentationen sollte man nicht allzu ernst nehmen und erst die Praxis und direkte Kameravergleiche werden zeigen, wie gut die Kamera des Xiaomi 15 Ultra wirklich ist. Was die Hardware betrifft, hat Xiaomi aber offensichtlich geliefert. Gespannt darf man auch auf das neue UIS System sein, welches das Zusammenspiel zwischen EIS (elektronische Stabilisierung) und OIS (optische Stabilisierung) weiter verbessern soll. Xiaomis riesige OIS Sensoren sorgten bei den Vorgängern für extremes Klappern, mal sehen, ob Xiaomi das diesmal in den Griff bekommen hat. Ein Qualitätsproblem war das aber nicht. Hier noch einmal alle bekannten Details zur Kamera:
- Hauptkamera: 50MP (Sony LYT-900), f/1.63, 1 Zoll, 23mm, Autofokus, OIS
- Ultraweitwinkel-Kamera: 50MP, f/2.2, 14mm, Autofokus, 122°
- Zoom-Kamera 1: 50MP (Sony IMX858), f/1.8, 70mm, OIS, 3x Zoom
- Zoom-Kamera 2: 200MP (Samsung HP9), f/2.6, 100mm, OIS, 5x Zoom
- Selfie-Kamera: 32MP (Omnivision Ov32b40)
Auch bei der Periskop-Zoom-Kamera ist das 15 Ultra mit dem neuen 200-Megapixel-Sensor Samsung HP9, den wir auch vom Honor Magic 7 Pro (zum Test) kennen, sehr gut aufgestellt. Und auch die Ultraweitwinkel-Kamera hat sich auf dem Papier geändert, während die Selfie-Kamera und die 3-fach-Zoom-Kamera identisch mit dem Vorgänger bleiben. Xiaomis KI für die Bildbearbeitung mag in China zwar schon bereit sein, aber wir halten es für unwahrscheinlich, dass viele gute Funktionen auch für den baldigen globalen Marktstart bereit sind. Dennoch kann man von Xiaomi im Hinblick auf die KI grundsätzlich viel erwarten. Für Leica- und Kamera-Fanboys gibt es wieder ein Foto-Kit, welches neben dem Look und Feel auch die Akkulaufzeit des 15 Ultra deutlich erhöht. Auch optisch überzeugt Xiaomi zum Launch mit zahlreichen Designs.
Akkulaufzeit und Konnektivität
Der Akku ist mit 6000 mAh deutlich größer als beim Vorgänger und eines der Highlights des Xiaomi 15 Ultra. Ob es für den europäischen Markt eine spezielle Version aufgrund der modernen Silizium-Kohlenstoff-Akkus geben wird, ist bislang nicht bekannt. Ich gehe aber fest davon aus, da das Ultra Flagship sicherlich nicht nur über den Hersteller selbst und ausgewählte Shops vermarktet wird. Wie bei einigen anderen Herstellern sind logistische Probleme der Grund, warum die neuen Riesenakkus nicht auf unseren Markt kommen. Zumindest kann der Akku des chinesischen Modells kabellos mit bis zu 80W und kabelgebunden mit 90W schnell geladen werden.
Fans großer Akkus können zumindest zu einem Import aus China greifen, denn das Xiaomi 15 Ultra hat immerhin alle relevanten Netzfrequenzen für Europa und den Rest der Welt an Bord. Zwei Nano-SIM-Karten passen in die chinesische Version des Xiaomi 15 Ultra. Auf eine eSIM muss man wie gewohnt in China verzichten. Diese Mobilfunkfrequenzen unterstützt das Xiaomi 15 Ultra in China:
- 5G:n1 / n2 / n3 / n5 / n7 / n8 / n12 / n20 / n26 / n28 / n38 / n40 / n41 / n48 / n66 / n77 / n78 / n79 / n80 / n81 / n83 / n84 / n89
- 4G LTE:B1 / B2 / B3 / B4 / B5 / B7 / B8 / B12 / B17 / B18 / B19 / B20 / B26 / B28 / B34 / B38 / B39 / B40 / B41 / B42 / B48 / B66
Ansonsten gibt es modernste Empfangsstandards soweit das Auge reicht. Angefangen beim modernen WiFi 7 haben wir hier eines der ersten Bluetooth 6 Geräte und dank Dual Bluetooth kann sich das Xiaomi 15 Ultra sogar mit zwei Geräten gleichzeitig koppeln. Auf das aktuelle Luxusfeature (nur in den teuersten Flagships verbaut) UWB muss man auch beim Xiaomi 15 Ultra verzichten. NFC ist hingegen an Bord. Vermutlich wird Bluetooth 6 den Brandband-Chip ohnehin überflüssig machen. Doch zurück zu Bluetooth, denn auch bei den hochauflösenden Codecs ist Xiaomi gut aufgestellt: AptX / AptX HD / AptX Adaptive / LDAC / LHDC 5.0 / LC3.
Ansonsten ist in China die Satellitenkommunikation und damit die Kommunikation ohne direktes Netz im Umkreis von 7 km ein großes Thema. Hierzulande wird die Satellitenkommunikation aber wohl keine Rolle spielen.
Unsere Einschätzung und die Preise
Der Beiname Ultra bringt bedauerlicherweise auch einen Ultra hohen Preis mit sich. Zumindest gilt das für unseren Markt, denn in China ist die Konkurrenz durch Vivo, Oppo und Huawei derart stark, dass sich wirklich faire Preise für das Xiaomi 15 Ultra ergeben:
- 12 + 256GB für 6499 RMB (ca. 854€)
- 16 + 512GB für 6999 RMB (ca. 920€)
- 16 + 1TB für 7799 RMB (ca. 1025€)
- 16 + 1TB für 7999 RMB (ca. 1051€) (Satellitenkommunikation-Edition)
Im Vergleich zum Vorgänger wird das Gerät nur 500 RMB (ca. 66€) teurer. Der Preisunterschied zum Xiaomi 15 Pro ist in China angesichts des Kamera-Upgrades durchaus nachvollziehbar.
- brachiale Leistung (SD 8 Gen 3, DDR5, UFS4)
- perfektes Display
- fünf bärenstarke Kameras
- überragende Hauptkamera
- sehr gute Stereolautsprecher
- USB 3.2 mit 10GBit/s
- wasser-, staubdicht und top verarbeitet (IP68)
- sehr guter Fingerabdruckscanner
- absurd hohe UVP (1500€)
- Hitzeprobleme nicht ausgeschlossen
- China-Version nicht für Import geeignet
- keine eSIM (auch nicht die Global Version!)
- kein Unlock und kein LTE Band 20 (China Version)
- brachialer Kamerahügel
- Geräte klappert!
Nach Deutschland kam im vergangenen Jahr das Xiaomi 14 Ultra mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.499 Euro. Im Mai konnte man inklusive Mobilfunkvertrag und Kamera-Kit für rund 900€ zuschlagen. Doch kurze Zeit später war auch dieses Gerät für immer ausverkauft. Ob es dieses Mal anders läuft, bleibt abzuwarten. Unter 1000€ in Kombination mit zusätzlichen Goodies wie dem Kamera-Kit oder eben einem Handyvertrag kann man durchaus über einen Kauf nachdenken. Zum MWC 2025 in Barcelona wird Gerüchten zufolge nicht nur das Xiaomi 15 Ultra weltweit erscheinen, sondern auch das Xiaomi 15. Leider sieht alles danach aus, dass das Xiaomi 15 Pro wieder exklusiv in China bleibt. Und beim großen Akku sehe ich zugegebenermaßen auch schwarz.
Ernsthafte Konkurrenz hat Xiaomi hierzulande allerdings nicht zu befürchten. Die Hauptkonkurrenten Oppo und Vivo agieren auf dem deutschen Markt sehr zurückhaltend und werden ihre kommenden Ultra-Modelle sicherlich nicht im großen Stil in Europa anbieten. In der Android-Welt bleibt als Alternative also nur das Samsung Galaxy S25 Ultra (zum Test), das sich immerhin den Beinamen teilt, aber in allen Kategorien wohl chancenlos sein dürfte.
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Was man so hört soll der Akku hierzulande so 5.410 mAh groß sein… Und ne, das S25 Ultra hat so gar nix zu melden…
Ich bin gespannt auf das 15 Ultra