Umidigi A5 & A15C vorgestellt – neuer Wind für die Budget-Preisklasse?
Passend zum anstehenden Black Friday hat der chinesische Hersteller Umidigi zwei neue Budget-Smartphones vorgestellt. Beide Modelle werden offiziell in Deutschland zum Kauf angeboten – die Preise starten hierzulande ab 140 Euro. Beide Modelle setzen auf viel Speicherplatz, große Displays und Akkus sowie ein spannendes Triple Kamera-Setup. In dieser Ankündigung stellen wir euch alle Details zum Umidigi A15 und Umidigi A15C in aller Ausführlichkeit vor.
Abmessungen, Anschlüsse & Design
Beide neuen Umidigi-Smartphones teilen sich ihr Gehäuse. Das resultiert in identischen Abmessungen: 167,6 x 75,3 x 8,6 Millimeter bei einem Gewicht von 195 Gramm. Damit handelt es sich um ein doch eher groß geratenes Gerät, wobei der Platz vom 6,7 Zoll (ca. 17 cm) großen Display wenigstens adäquat genutzt wird. Beide Varianten erscheinen in fünf verschiedenen Farbtönen: Graphite Black, Pearl White, Lavender Purple, Jade Green und Space Gray. So lobe ich mir das!
An Anschlüssen bietet das etwas nach einer Fusion aus iPhone und OnePlus aussehende Gehäuse USB-C und einen klassischen Kopfhöreranschluss. Das Ladekabel im Lieferumfang ist übrigens ein USB-C auf USB-C-Kabel, was ich mir ebenfalls lobe. Google macht das schon seit einigen Jahren so und ich bin überzeugt, dass andere Hersteller diesbezüglich nachziehen sollten. Nicht zu vergessen sind außerdem der Fingerabdrucksensor im Rahmen und natürlich die via Waterdrop Notch integrierte Selfie-Knipse. Das Display liegt indes flach im Gehäuse und hat abgerundete Ecken – ein cooles Beispiel für ein Oxymoron.
Und das war es eigentlich auch schon so weit. Einzig der belegbare Button und der Hybrid-Slot (Dual SIM oder Single SIM + microSD) sind noch erwähnenswert. Wenn ihr mich fragt, ist das Design des Umidigi A15 insgesamt etwas langweilig und wirkt doch sehr von den Big Playern am Markt inspiriert. Die vielen verschiedenen Farben sind aber wirklich toll und auch das Verbauen eines Kopfhöreranschlusses dürfte Puristen freuen.
Spezifikationen des Umidigi A15 & Umidigi A15C
Umidigi A15 und Umidigi A15C unterscheiden sich optisch zwar überhaupt nicht, dafür aber beim Innenleben in zumindest einigen Punkten. Das Umidigi A15C ist das schwächere Modell mit 128 Gigabyte Speicher, dem Unisoc T606 und einer 48-Megapixel-Kamera. Das Umidigi A15 kommt mit 256 Gigabyte Speicher, dem Unisoc T616 und einer 64-Megapixel-Kamera. Es hat außerdem die doppelte Auflösung bei der Frontkamera (16 Megapixel) und lädt doppelt so schnell auf (20 Watt).
Leistung, Speicher & Akku
Beide verbauten Unisoc-Prozessoren sind Achtkern-Chips und im 12 Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigt. Der Unisoc T616 bietet dabei eine höhere Taktfrequenz – maximal 2 GHz bei den zwei Performance-Kernen und maximal 1,8 GHz bei den sechs Stromsparkernen. Beim Unisoc T606 sind es jeweils bis zu 1,6 GHz. Die Mali G57 MP1 ist als Grafikeinheit verbaut. Beide Chips erreichen jeweils rund 230.000 Punkte im synthetischen Benchmark AnTuTu. Die Systemleistung ist aber (wie immer) auch stark von der Qualität der Software-Anpassung abhängig.
Welche Art Speicher zum Einsatz kommt, konnten wir nicht erfahren. 128 Gigabyte respektive 256 Gigabyte sind aber mehr als ausreichend und letzteres selbst bei zehnmal so teuren Smartphones noch immer nicht Standard. Eine Speichererweiterung um bis zu 1.000 Gigabyte ist bei Verzicht auf Dual SIM möglich. Der Arbeitsspeicher (8 Gigabyte, LPDDR4x) wird außerdem softwareseitig bei Bedarf verdoppelt.
Kommen wir noch zum Akku mit einer Kapazität von 5.000 mAh. Das sollte dank der eher schwachbrüstigen Technik locker für einen bis zwei Tage Laufzeit ausreichen. Geladen wird – wie eben erwähnt – mit 20 Watt beim Umidigi A15 und 10 Watt beim Umidigi A15C.
Display & Kameras des Umidigi A15
Sowohl das Umidigi A15, als auch das Umidigi A15C sind mit einem 6,7 Zoll großen IPS-Display mit einer Bildwiederholrate von 60 Hertz ausgestattet. Lasst euch dabei nicht von der von UMI verwendeten Werbebezeichnung “Ultra Smooth Display” blenden – es sind wirklich nur 60 Hertz. Die Auflösung liegt bei 1.650 x 720 Pixel und die maximale Helligkeit laut Herstellerangaben bei 500 Lux.
Bei den Kameras bieten beide Smartphones ein Triple-Setup auf der Rückseite und eine Selfie-Knipse. Die Daten lesen sich wie folgt (Unterschiede sind fett markiert):
- Umidigi A15:
- Hauptkamera mit 64 Megapixel, f/1.8-Blende, Videos mit 1.920 x 1.080 Pixel bei 30 FPS
- Ultraweitwinkel mit 8 Megapixel, f/2.2-Blende und 118° Blickfeld
- Makrokamera mit 5 Megapixel, f/2.4-Blende
- Selfies mit 16 Megapixel, f/2.2-Blende und Videos mit 1.280 x 720 Pixel bei 30 FPS
- Umidigi A15C:
- Hauptkamera mit 48 Megapixel, f/1.8-Blende, Videos mit 1.920 x 1.080 Pixel bei 30 FPS
- Ultraweitwinkel mit 8 Megapixel, f/2.2-Blende und 118° Blickfeld
- Makrokamera mit 5 Megapixel, f/2.4-Blende
- Selfies mit 8 Megapixel, f/2.2-Blende und Videos mit 1.920 x 1.080 Pixel bei 30 FPS
Das Umidigi A15 bietet also die potenziell bessere Haupt- und Selfie-Kamera, während das Umidigi A15C Selfie-Videos in Full HD anstelle von HD aufnehmen kann. Stabilisiert ist laut Datenblatt überhaupt nichts. Es gibt einen Nachtmodus, Slow Motion, Zeitraffer, Panorama und einen Portraitmodus.
Konnektivität und Kommunikation
Das neue Duo aus dem Hause Umidigi bietet 2G/3G/4G inklusive LTE-Band 20 – bei Bedarf natürlich im Dual-SIM-Betrieb. Ansonsten werden WiFi 5, Bluetooth 5.0, NFC und GPS unterstützt. Ferner gibt es ein FM-Radio, das auch ohne angeschlossene Kopfhörer seinen Dienst verrichtet. Die typischen Sensoren runden das Bild ab.
Als Betriebssystem kommt Android 13 zum Einsatz. Typischerweise für Umidigi dürfte sich das System relativ nah an Stock Android orientieren und nie Updates erhalten. Damit ist auch ein Versionssprung auf das aktuelle Android 14 quasi ausgeschlossen. Ihr kauft also unter dem Strich ein Smartphone mit einem bereits jetzt veralteten System.
Unsere Einschätzung zum Umidigi A15 & Umidigi A15C
In der Budget-Klasse ist die Einordnung besonders davon abhängig, welchen Preis der Hersteller aufruft. Für derzeit 170 Euro ist das Umidigi A15C vermutlich keine gute Wahl – immerhin ist das Umidigi A15 sogar 30 Euro günstiger. Das kann sich aber alles mit der Zeit noch ändern und auf Aliexpress werden bereits die Black Friday-Preise von umgerechnet rund 110 Euro für das Umidigi A15 beworben. Allerdings kann man im Aliexpress-Shop des Herstellers nicht nach Deutschland bestellen. Wir sehen den Sweet Sport für die aufgerufene Technik bei 100 Euro (A15C) beziehungsweise 120 Euro (A15).
Lobenswert sind das ausufernde Kamera-Setup, der zumindest nicht komplett schreckliche Prozessor von Unisoc, der toll bemessene Speicher und die Unterstützung von Standards wie NFC. Ich freue mich außerdem sehr über den Kopfhöreranschluss und die vielen verschiedenen Farben. Andererseits haben wir es mit einem HD-Display mit 60 Hertz, einer eher langsamen Ladegeschwindigkeit und einem veralteten System zu tun. Auch die Qualität der Kameras und die tatsächliche Systemleistung müssten sich in einem Testbericht bewähren.
Deswegen kommt jetzt die Frage an euch: Wünscht ihr euch einen Test zu den neuen Budget-Smartphones oder habt ihr Umidigi aufgrund der Probleme der letzten Generationen bereits abgeschrieben? Wir sind sehr gespannt auf eure Meinung in den Kommentaren!
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Mich würde ein Test interessieren. Ihr habt ja ewig kein Umidigi mehr getestet. Vielleicht ist die Software besser.
Braucht kein Mensch- besser was anderes testen.