Ulefone Armor 30 Pro mit Dual Display startet für 400 Euro
Der vor allem für seine Outdoor-Smartphones und Tablets bekannte chinesische Hersteller Ulefone hat ein neues Topmodell mit IP68-Zertifizierung, 5G und Dual Display auf den Markt gebracht. In unserem Bericht vom Mobile World Congress 2025 in Barcelona haben wir das Outdoor-Smartphone bereits erwähnt und jetzt ist es für rund 400 Euro erhältlich.
Abgesehen von potenter Hardware bietet das neue Modell einen großen Lautsprecher auf der Rückseite, der gleichzeitig als Benachrichtigungs-LED fungiert. Ebenfalls mit dabei sind eine Nachtsichtkamera und natürlich das 3,4 Zoll-Display auf der Rückseite. Alle Details zum Ulefone Armor 30 Pro lest ihr in unserer Ankündigung!
Abmessungen, Anschlüsse & Design
Kompaktheit scheint bei der Entwicklung des Ulefone Armor 30 Pro nicht die Priorität gewesen zu sein. Das Gehäuse misst 181,3 x 84,9 x 21,2 Millimeter und bringt 509 Gramm auf die Waage. Damit ist das Outdoor-Smartphone mit IP68-Zertifizierung wirklich nur etwas für besonders hartgesottene.
Die einzige erhältliche Farbe ist Schwarz. Das voluminöse Gehäuse ist mit einer ganzen Reihe an speziellen Tasten und Anschlüssen versehen, die wir der Übersicht halber als Liste aufbereitet haben.
- Ein-/Ausschalter mit integriertem Fingerabdrucksensor
- Lautstärkewippe
- Kamera-Button
- belegbarer Knopf
- USB-C
- Kopfhöreranschluss
- Loch für ein Schlüsselband
- uSmart Connector für Zubehör wie Endoskop und Mikroskop
- Slot für zweimal Nano-SIM und einmal microSD
Und damit haben wir gerade erst den Rahmen abgedeckt. Die Rückseite beherbergt noch das zweite Display mit 3,4 Zoll, den großen Lautsprecher, drei Kameras und vier Infrarot-LEDs.
Das Design ist insgesamt vielleicht nicht elegant, aber das war bei diesem Telefon wohl auch nicht das Ziel. Ulefone hat eine ganze Menge in dieses Smartphone gepackt und entsprechend zweckmäßig wirkt die Optik. Toll finde ich, dass der Lautsprecher und die Infrarot-LEDs im Kameraelement untergebracht sind. Bei vielen anderen Herstellern gibt es einfach nur ein riesiges Element, das dann aber nicht passend gefüllt wird.
Technische Daten des Ulefone Armor 30 Pro
Kommen wir zum Innenleben des 400 Euro Outdoor-Smartphones von Ulefone. Da es sich um ein brandneues Gerät handelt finden wir es schade, dass das überholte Betriebssystem Android 14 zum Einsatz kommt. Android 16 soll Gerüchten zufolge bereits in einigen Wochen erscheinen. Infos zur Frequenz und Dauer der Bereitstellung von Sicherheitsupdates konnten wir bei Ulefone ebenfalls nicht finden.
Ulefone Armor 30 Pro mit Dual Display... |
Oukitel WP30 Pro |
Blackview BL9000 |
|
Größe | 181,3 x 84,9 x 21,2mm | 177,40 x 83,60 x 19mm | 197,5 x 82,6 x 17mm |
Gewicht | 509g | 417g | 413g |
CPU | Mediatek Dimensity 7300 - 4 x 2,5GHz + 4 x 2,0GHz | MediaTek Dimensity 8050 - 1 x 3,0GHz + 3 x 2,6GHz + 4 x 2GHz | MediaTek Dimensity 8020 - 4 x 2,6GHz + 4 x 2,0GHz |
RAM | 16 GB RAM | 12 GB RAM | 12 GB RAM |
Speicher erweiterbar | Ja | Nein | Nein |
Display | 2460 x 1080, 7 Zoll 120Hz (IPS) | 2460 x 1080 120Hz (IPS) | 2460 x 1080, 6,8 Zoll 120Hz (IPS) |
Betriebssystem | Android 14 | Android 13 | Android 13, Doke OS |
Akku | 12800 mAh (66 Watt) | 11000 mAh (120 Watt) | 8800 mAh (120 Watt) |
Kameras | 50 MP + 64MP (dual) + 50MP (triple) | 108 MP + 20MP (dual) + 5MP (triple) | 50 MP + 13MP (dual) |
Frontkamera | 32 MP | 32 MP | 50 MP |
Anschlüsse | 3,5mm Kopfhörer Anschluss, USB-C, Dual-SIM | USB-C, Dual-SIM | USB-C, Dual-SIM |
Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
Empfang |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 34, 38, 40, 41 |
5G: n1, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 30, 34, 66, 38, 39, 40, 41 |
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Leistung & Speicher
Das Ulefone Armor 30 Pro wird vom MediaTek Dimensity 7300X angetrieben. Dabei handelt es sich um den Dimensity 7300, der uns aus dem Motorola Edge 50 Neo und Poco X7 bestens bekannt ist – mit spezifischen Anpassungen für Foldables und Handys mit mehreren Bildschirmen. Es handelt sich um einen modernen Achtkernprozessor, der im 4 Nanometer-Verfahren hergestellt wird. Die Benchmarks des Motorola Edge 50 Neo sollten euch einen guten Anhaltspunkt der Leistung geben.
Antutu (v10)16 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte per microSD-Karte erweiterbarer Speicher sind sehr umfassend. Insofern das Betriebssystem gut auf die Hardware abgestimmt ist, sollte das Ulefone Armor 30 Pro eine solide Performance abliefern.
Displays
Ulefone verbaut gleich zwei Bildschirme, wobei beide überraschend groß sind. Auf der Vorderseite sitzt ein IPS-Panel mit 7 Zoll und einer Auflösung von 2.460 x 1.080 Pixel. Die Bildwiederholrate liegt bei 120 Hertz und die maximale Helligkeit dem Hersteller zufolge bei 700 Lux. Geschützt wird der Bildschirm von Gorilla Glas 5.
Das Display auf der Rückseite bringt es auf 3,4 Zoll und 960 x 412 Pixel. Die Spitzenhelligkeit gibt Ulefone mit 600 Lux an. Auch hier kommt wieder Gorilla Glas 5 zum Einsatz. Die Bildwiederholrate liegt bei 60 Hertz. Offenbar kann das volle System auch auf dem zweiten Bildschirm verwendet werden – allerdings nicht auf beiden gleichzeitig.
Kameras und Lautsprecher
Auf der Rückseite sitzt ein Triple-Setup, das wie folgt aufgebaut ist:
- Hauptkamera mit 50 Megapixel (OmniVision OV50H), Objektiv mit f/2.0-Blende und 85° Blickwinkel
- Nachtsichtkamera mit 64 Megapixel (OmniVision OV64B), Objektiv mit f/1.8-Blende und 79° Blickwinkel
- Ultraweitwinkelkamera mit 50 Megapixel (Samsung JN1), Objektiv mit f/2.2-Blende und 117° Blickwinkel
Videos können mit 4K bei 30 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet werden. Mit der Frontkamera ist maximal Full HD bei 30 Bildern pro Sekunde möglich. Hier kommt der 32 Megapixel-Sensor Samsung GD2 zum Einsatz. Das Objektiv hat eine f/2.5-Blende und 80° Blickwinkel.
Gehen wir nochmal kurz zurück zur Rückseite und zum dort platzierten Lautsprecher. Ulefone bezeichnet den als HiFi Quality Speaker und verspricht 4 Watt Spitzenleistung und 118 Dezibel Volumen. Integriert ist die Infinite Halo 2.0 genannte Benachrichtigungs-LED, die RGB-Farben und verschiedene Modi unterstützt.
Akku & Konnektivität
Das Ulefone Armor 30 Pro ist mit einem 12.800 mAh Akku ausgestattet. Das soll eine Gesprächszeit von 69 Stunden und eine Standby-Zeit von fast 29 Tagen ermöglichen. Geladen wird via USB-C mit bis zu 66 Watt. Reverse Charging mit bis zu 10 Watt wird ebenfalls unterstützt.
Bei der Konnektivität kann sich Ulefone nichts vorwerfen lassen. Mit an Bord sind Dual SIM mit LTE- und 5G-Support, VoLTE und VoWiFi, WiFi 6E, Bluetooth 5.4, GPS und NFC. Es werden alle relevanten Bänder inklusive dem LTE-Band 20 unterstützt.
Preis, Verfügbarkeit & unsere Einschätzung
Das Ulefone Armor 30 Pro ist ein umfassend ausgestattetes Outdoor-Smartphone. Es bietet einen flotten Prozessor mit 5G-Support, gleich zwei verhältnismäßig große Displays, von denen eins sogar 120 Hertz unterstützt, umfassende Konnektivität und einen sehr großen Akku. Die Kehrseite der Medaille ist das sehr hohe Gewicht.
Die Highlights sind ohne Frage der zweite Bildschirm auf der Rückseite und der große Lautsprecher, der zusätzlich die Funktion einer Benachrichtigungs-LED übernimmt. Mithilfe von uSmart-Zubehör könnt ihr das Smartphone um ein Endoskop oder ein Mikroskop erweitern – eine Nachtsichtkamera ist sogar schon mit an Bord.
Momentan verlangt Ulefone rund 400 Euro für sein neues Outdoor-Smartphone. Große Schwachstellen in der Ausstattung konnten wir – abgesehen von der alten Android-Version und vielleicht dem Display mit IPS anstelle von OLED – nicht ausmachen. Wir bemühen uns bereits um ein Testgerät. Schreibt uns eure erste Einschätzung zum Ulefone Armor 30 Pro gerne in die Kommentare.
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Solange ulefone keine Updategarantie gibt, sollten diese Geräte verboten werden bzw. zumindest eine Warnung verpflichtend sein. Ein Verkauf nach EU-Recht ist schon verboten, aber eine Einführung in die EU, nachdem man nicht nach EU-Recht gekauft hat, ist weiterhin erlaubt. Kurioserweise ist eine Einfuhr nur dann verboten wenn die WEEE-Richtline nicht eingehalten würde. Das wird auch mittlerweile deutlich strenger beim Zoll kontrolliert, bzw. ist ein anbieten auf einer Internetseite ohne WEEE-Registrierung strafbar und das wird teuer, daher hatte so mancher Hersteller oder Plattformbetreiber die Erreichbarkeit ihrer Seiten (auf den Elektroartikel angeboten wurden) aus der EU heraus gesperrt und auf die Registriernummer… Weiterlesen »
Ihnen scheint beim vorbeten bzw. hochhalten der Verbotskultur regelrecht einer abzugehen. Sie scheinen kein angenehmer Zeitgenosse zu sein und ich vermute mal, das sich Ihr privates Umfeld sehr bescheiden ausnimmt.