Motorola Edge 60 Fusion offiziell vorgestellt – bunt aber auch gut?
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Motorola hat am 2. April offiziell sein neues Edge 60 Fusion vorgestellt. Dabei geht der Hersteller wieder seinen eigenen Weg und hat sich erneut für die Zusammenarbeit mit dem Farbsystemhersteller Pantone entschieden. Das sorgt für frischen Wind im Smartphonemarkt und außergewöhnliche Farben. Schon der Vorgänger, das Motorola Edge 50 Fusion (zum Test) wusste zu gefallen.
Darauf baut das Motorola Edge 60 Fusion auf und bringt weiterhin ein schnelles OLED-Display, einen neuen Prozessor und sogar eine neue Hauptkamera mit. Selbstredend ist Android 15 mit an Bord. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 329 Euro, welche im Handel bei entsprechender Verfügbarkeit schnell sinken dürfte. Momentan ist das Smartphone nur direkt bei Motorola verfügbar.
Motorola Edge 60 Fusion offiziell... |
Motorola Edge 50 Fusion |
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Größe | 163 x 73 x 8mm | 161,9 x 73,3 x 8mm |
Gewicht | 178g | 174g |
CPU | Mediatek Dimensity 7300 - 4 x 2,5GHz + 4 x 2,0GHz | Snapdragon 7s Gen 2 - 4 x 2,4 GHz + 4 x 1,95 GHz |
RAM | 8 GB RAM | 8 GB RAM, 12 GB RAM |
Speicher erweiterbar | Nein | Nein |
Display | 2712 x 1220 120Hz (AMOLED) | 144Hz (AMOLED) |
Betriebssystem | Android 15 | Android 14 |
Akku | 5200 mAh (68 Watt) | 5000 mAh (68 Watt) |
Kameras | 50 MP + 13MP (dual) | 50 MP + 13MP (dual) |
Frontkamera | 32 MP | 32 MP |
Anschlüsse | USB-C, Dual-SIM | USB-C, Dual-SIM |
Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
Empfang |
5G: n1, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 32, 38, 40, 41 |
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Zum Testbericht |
Design des Motorola Edge 60 Fusion
Mit 163 x 73 x 8 Millimeter ist das Smartphone normal groß, allerdings mit 178 Gramm relativ leicht. Motorola hat sich für ein organisches Design entschieden, welches stark an das Motorola Edge 50 Neo erinnert. Damit ist es als ein Mitglied der Motorola Familie zu erkennen. Dank der abgerundeten Kanten dürfte das Motorola Edge 60 Fusion angenehm in der Hand liegen.
Der Power-Button liegt auf der rechten Seite, genauso wie die Lautstärkewippe. Die Rückseite ist je nach Farbe mit Kunstleder oder strukturiertem Kunststoff bezogen. Das Gehäuse ist nach IP68/69k geschützt. Damit sollte Wasser dem Motorola Edge 60 Fusion wenig anhaben können. Die Stereolautsprecher mit Unterstützung von Dolby Atmos sind wieder verbaut, allerdings wurde der 3,5-mm-Klinkenanschluss gestrichen. Der USB-C 2.0-Port findet sich wie üblich auf der Unterseite zusammen mit einem von zwei Mikrofonen.
In drei verschiedenen Farben wird das Motorola Edge 60 Fusion angeboten. Während das Dunkelblau noch als gewöhnlich zu betrachten ist, fallen Altrosa und Türkis definitiv auf. Der Hersteller spart sich eine klassische schwarze Version.
Display des Motorola Edge 60 Fusion
Mit 6,67 Zoll ist das AMOLED-Display ähnlich groß wie beim Vorgänger. Der Bildschirm des Motorola Edge 60 Fusion ist nach allen vier Seiten leicht abgerundet und deckt 100 % DCI-P3 Farbraum ab. Der Hersteller spricht vollmundig von einem Quad-Curved Design. Die Auflösung beträgt 2712 x 1220p und ergibt eine hohe Pixeldichte von 445 Pixel pro Zoll. Damit liegt man auf Augenhöhe mit einem Redmi Note 14 Pro 5G (zum Test). Nur die Farbtiefe fällt mit 10 Bit ein wenig geringer aus, ist aber aus meiner Sicht vernachlässigbar. Dafür entschädigen die bis zu 120 Hertz Bildwiederholungsfrequenz und die Unterstützung von HDR10+. Für empfindliche Personen hat Motorola eine extra hohe Frequenz für die Pulsweitenmodulation des Displays gewählt, damit es zu keinen Einschränkungen kommt. Der Schutz des Bildschirmes wurde dank Corning Gorilla-Glas 7i weiter gesteigert.
Leistung und System
Ebenfalls mit Redmi Note 14 Pro 5G teilt sich das Motorola Edge 60 Fusion die CPU. Es kommt ein moderner Mediatek Dimensity 7300 zum Einsatz. Dieser wird in 4nm gefertigt und bezieht seine Leistung aus acht Prozessorkernen (4 x 2,5GHz + 4 x 2,0GHz) und einer Mali-G615 Grafikeinheit.



Im Vergleich blende ich auch einfach die Werte von besagtem Redmi Smartphone ein, der Leistungssprung zum Vorgänger ist erkennbar. Der CPU zur Seite stehen zumindest in Deutschland 8 GB RAM und 256 GB Festspeicher zur Verfügung. Ob noch die größere Variante mit 12/512 GB folgt, ist momentan noch fraglich. Der Festspeicher kann nicht erweitert werden. Insgesamt ist das Motorola Edge 60 Fusion astrein für die Mittelklasse aufgestellt.
Als Software kommt ein aktuelles Android 15 zum Einsatz, welches um einige Features erweitert wird. Motorola nutzt den eigenen Überzug Hello Ux und auch AI hält bei Motorola Einzug. Als Nutzer des Motorola Edge 50 Neo gefällt mir das schlanke System und die sinnvollen Ergänzungen. Zum Entsperren des Smartphones steht entweder Face-Unlock oder der optische In-Display-Fingerabdruckscanner bereit. Dazu verspricht der Hersteller 3 Major-Updates und die Bereitstellung von Sicherheitsupdates für die nächsten 4 Jahre.
Kamera des Motorola Edge 60 Fusion
Hier hat das Motorola Edge 60 Fusion eine kleine Veränderung erfahren. Insgesamt 4 Sensoren sind verbaut, wovon nur 3 nutzbar sind. Ein Sensor auf der Rückseite wird zur Optimierung der Bilder genutzt und wurde Motorola 3-in-1-Lichtsensor getauft. So wurde nur die Hauptkamera getauscht, denn die restlichen Sensoren waren auch im Edge 50 Fusion verbaut. Wobei der Sony Lytia 700C auch nur ein um gelabelter Sony IMX896 sein könnte. Bedauerlicherweise hat Sony diesen Wechsel nie klar kommuniziert.
- Hauptkamera: 50 Megapixel (Sony Lytia 700C), f/1,88, Autofokus, OIS
- Ultraweitwinkelkamera, 13 Megapixel, f/2,2, 122°, Autofokus
- Frontkamera: 32 Megapixel, f/2,2
Die Hauptkamera ist weiterhin optisch stabilisiert, und der neue Sensor der Hauptkamera sollte die Bildqualität nochmals verbessern. Im Motorola Edge 50 Neo (zum Test) warten einige Beispielbilder auf euch mit diesem Sensor. Und auch die Vorgängergeneration konnte in der Bildqualität überzeugen. Videos können mit bis zu 4k und 30 fps aufgezeichnet werden, sowohl mit der Front- als auch der Hauptkamera.
Konnektivität und Akku
Im Bereich Konnektivität ist im Motorola Edge 60 Fusion alles verbaut, was von einem modernen Smartphone verlangt wird. Natürlich ist 5G vorhanden, ebenso wie Band 20 im 4G Netz und WiFi 6. Es werden zwei SIM-Karten gleichzeitig unterstützt, wobei eine als eSIM ausgeführt ist. Des Weiteren hat Motorola an NFC und Bluetooth 5.4 gedacht, genauso wie an folgende Sensoren.
- Beschleunigungssensor
- Näherungssensor
- Helligkeits-Sensor
- Gyroskop
- Kompass
Aus meiner Sicht enttäuscht das Motorola Edge 60 Fusion hier nicht und sicherlich wird es auch bezüglich Navigation eine gute Figur dank Mediatek machen, aber das kann erst ein Test klären. Zumindest ist GPS, GLONASS, Beidou, Galileo verbaut. Der 5200 mAh große Akku sorgt zusammen mit der sparsamen CPU für eine lange Laufzeit. Schon im Redmi konnte diese Kombination überzeugen und daher sollten sich die Laufzeiten auf einem ähnlichen Niveau bewegen. Der Akku wird mit bis zu 68W geladen, nur kabelloses Laden unterstützt das Motorola Edge 60 Fusion nicht, dafür müsst ihr mindestens zum 50 Neo greifen.
Unsere Einschätzung zum Motorola Edge 60 Fusion
Rein von den Daten ist mit dem Motorola Edge 60 Fusion ein echter Konkurrent zur beliebten Redmi-Serie entstanden. Insbesondere dem Redmi Note 14 Pro 5G könnte es bei einem Preisverfall gefährlich werden. Denn technisch könnten die beiden nahezu Zwillinge sein. Gleichzeitig setzt das Smartphone seine ganz eigenen Schwerpunkte. Die Farben in Kombination mit der veganen Rückseite haben andere Hersteller nicht zu bieten. Dabei vergisst Motorola nicht die inneren Werte und verbaut ein sehr solides Setup für die Mittelklasse. Wirkliche Schwachpunkte sind nicht zu erkennen, aber die Wahrheit liegt wie so oft in der Praxis. Allerdings muss der Preis noch ein wenig sinken, um Xiaomi wirklich gefährlich zu werden.
Falls ihr an einem Test des Motorola Edge 60 Fusion interessiert sein solltet, hinterlasst gerne einen Kommentar.
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Hmm …allzu viel Unterschied zum Edge 50 neo ist da nicht. 😀
Das 50 neo hat halt Dual-SIM mit eSIM und außerdem noch kabelloses Laden.