Hisense Q5 – der Hybrid aus Tablet und eBook-Reader
Ende Oktober 2019 haben wir über das Hisense A5 berichtet. Dieses Smartphone mit E-Ink-Display bekommt mit dem Hisense Q5 jetzt im wahrsten Sinne des Wortes einen großen Bruder. Das 10,5 Zoll Tablet ist eine Art Zwitter aus eBook-Reader und Android-Tablet. Was genau man für knapp 400€ geboten kriegt, schauen wir uns in diesem Artikel gemeinsam an.
Hisense Q5: Tablet und eBook-Reader in einem?
“Normale” Tablets kommen entweder mit IPS- oder OLED-Displays. Ja ich weiß, es gibt auch noch AMOLED – das ist aber nichts anderes als eine Bezeichnung von Samsung für seine eigenen OLED-Displays. Die technischen Unterschiede sind marginal und nicht nennenswert, der Rest ist Marketing. Und ja, TFT-Displays gibt es auch noch. Die LCD-Technik verschwindet aber nach und nach vom Markt und IPS und OLED werden zum Standard.
Der langen Rede kurzer Sinn: Das Hisense Q5 kommt weder mit einem IPS-, noch einem OLED-Display. Also E-Ink? Diese Displays zeichnen sich durch ganz andere Eigenschaften aus. Während OLEDs selbst leuchten und IPS-Displays mit einer Hintergrundbeleuchtung funktionieren, leuchten E-Ink-Displays gar nicht. Sie reflektieren das einstrahlende Licht, wodurch Inhalte erkennbar werden. Der riesige Vorteil davon ist der extrem geringe Stromverbrauch. Außerdem ist das Ablesen auch in sehr hellem Sonnenschein problemlos möglich. Ein E-Ink Display verbraucht in der Tat nur Strom, wenn sich der Bildschirminhalt verändert.
Der große Nachteil: Gibt es kein Licht, lässt sich auch nichts reflektieren. In einem dunklen Raum lassen sich E-Ink-Displays also nicht ablesen. Diese Problematik würde eine optionale Hintergrundbeleuchtung natürlich beheben.
Elektronisches Papier in einem Tablet – hat das Sinn?
E-Ink-Displays eignen sich nicht sonderlich gut zur Betrachtung von Videos oder anderen dynamischen Inhalten. Im Hisense Q5 kommt deswegen eine Hybrid-Lösung aus elektronischem Papier (E-Ink) und einem normalen Display zum Einsatz. Das hier verbaute reflektive LC-Display unterstützt nur Graustufen und ist weniger energiesparend als ein richtiges E-Ink-Display. Dafür unterstützt es aber höhere Bildwiederholungsraten, was eine flüssige Navigation durchs System ermöglichen sollte.
Wie sich diese spezielle Technik in der Praxis schlägt, müssen Erfahrungsberichte zeigen. Zumindest in der Theorie klingt es aber nach einem sehr interessanten Kompromiss.
Prozessor, Speicher & Akku des Hisense Q5
Auch wenn das Display sicherlich der interessanteste Aspekt des Hisense Q5 ist, wollen wir die anderen Spezifikationen nicht vernachlässigen. Im Innern des aus Kunststoff gefertigten Tablets verrichtet der Unisoc Tiger T610 seinen Dienst. Der Achtkern-Prozessor ist mit vier Gigabyte RAM gepaart. Für den Nutzer stehen 64 Gigabyte interner Speicher bereit – per Micro SD-Karte kann dieser auch erweitert werden.
Der 5.050 mAh große Akku soll eine phänomenale Laufzeit bieten. Außerdem kommt das aktuelle Android 10 zum Einsatz. Zum Laden muss man leider auf Micro USB zurückgreifen, immerhin werden aber SIM-Karten unterstützt. Von den Kameras mit fünf respektive zwei Megapixel sollte man wohl nicht allzu viel erwarten.
Preis, Verfügbarkeit & unsere Einschätzung
Das Hisense Q5 ist bereits bestellbar, aktuell wird es unter anderem vom CECT-Shop nach Deutschland geliefert. Der Preis erscheint mit 379€ plus Versand und Zoll ziemlich hoch – das ist wohl dem speziellen Display geschuldet.
Insofern der Bildschirm aber wirklich die positiven Eigenschaften eines E-Ink-Displays mit denen eines normalen Screens verbindet, könnte sich die Anschaffung für Leseratten durchaus lohnen. Wie seht ihr das? Würdet ihr euch einen Testbericht zu diesem sehr besonderen Tablet wünschen?
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Hier ein paar videos:
https://www.youtube.com/watch?v=8s4dJu2_ur8
https://www.youtube.com/watch?v=LXqCTk7FjLw
Sind die videos von dir? Hätt gern was im dunkeln und drausen bei sonne gesehen wenns möglich ist. Danke gruss Armin
Wirklich interessant wird sowas erst mit active stylus support! Das wäre dann ein echter Ersatz für Papier – super lange Laufzeit, Papier-Optik und trotzdem übliche Tablet-Funktionen….klingt nach dem perfekten Schul-\Uni-Tablet!
Eine kurze “Sachverhaltsdarstellung” … – LCD … Flüssigkristalle steuern, ob Licht durch das Panel durchdarf – IPS, TN, VA (PVA, MVA, ..) … Techniken, die die Ansteuerung der Flüssigkristalle übernehmen. – TFT … “dünne Film-Transistoren” – Bauteile, die die einzelne Zelle bei IPS, … ansteuern (Active-Matrix) – LED … die Hintergrundbeleuchtung (früher auch mal was anderes ..) – teilweise mit QLEDs zur besseren Farberzeugung. – OLED … organische LEDs – leuchten selbst – andere Technologie – AMOLED … OLEDs, die zur Ansteuerung der LEDs TFTs benutzen (unter den OLEDs) Also – LCD-Technik verschwindet nicht zugunsten IPS (weil ein IPS ja… Weiterlesen »
Ich benütze ein Samsung Galaxy Tab A als eReader. Ja, es hat keinen eInk-Display, aber mit dem Blaufiltermodus + einer entspiegelnden Folie auf dem Display, ist es auch recht angenehm für die Augen. Dazu ist es sehr günstig, hat mit einem 7 Zoll Bildschirm eine optimale Grösse und man kann auch noch zum Surfen und Youtube-Videos Schauen gebrauchen.
Ich sehe wenig Chance für das Hisense Q5, zumal man für den Preis.
Hallo ich würde mich sehr über einen Test freuen gerade wie es sich bei Sonneneinstrahlung und in relativer Dunkelheit verhält, auch wie sich hier die Helligkeit anpassen lässt, ich überlege mir sowas anzuschaffen um darauf Noten zu lesen.