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Der Creality CR-Scan Otter 3D-Scanner im Praxistest – Vielversprechend, aber nicht ohne Schwächen. Creality ist seit Jahren als Hersteller preiswerter 3D-Drucker bekannt. Mit dem CR-Scan Otter wagt sich das Unternehmen nun weiter in den Bereich des 3D-Scannings vor – und positioniert ein handliches Gerät, das hochpräzise Scans in Echtzeit liefern soll. Doch kann der Otter in der Praxis wirklich überzeugen, oder bleibt er hinter dem ambitionierten Anspruch zurück? Dieser Testbericht prüft den Scanner auf Herz und Nieren – sachlich, aber mit einem kritischen Blick.
Als begeisterter 3D-Drucker-Fan habe ich schon lange nach einer einfachen Möglichkeit gesucht, reale Objekte in digitale 3D-Modelle zu verwandeln. Der Creality CR-Scan Otter – ein tragbarer 3D-Scanner – verspricht genau das: Er soll sowohl kleine als auch große Objekte mit hoher Präzision erfassen können.
Lieferumfang des Creality CR-Scan Otter
Beim Kauf eines 3D-Scanners ist nicht nur die Technik entscheidend, sondern auch, was im Karton steckt. Creality hat sich beim CR-Scan Otter offenbar bemüht, ein möglichst komplettes Set zu liefern, das direkt einsatzbereit ist. Doch wie gut ist der Lieferumfang tatsächlich?
Transportkoffer – Stabil und praktisch
Bereits beim Auspacken fällt der hochwertige Transportkoffer positiv auf. Er besteht aus robustem Kunststoff, ist sauber verarbeitet und bietet passgenaue Aussparungen für alle Komponenten. Der Koffer schützt den Scanner zuverlässig vor Stößen und eignet sich gut für den Transport. Ein klarer Pluspunkt, vor allem für Nutzer, die das Gerät mobil einsetzen möchten.
Der Scanner selbst
Der CR-Scan Otter ist sicher und stoßfest im Koffer verstaut. Das Gerät macht einen wertigen Eindruck und wird vollständig montiert geliefert – sofort einsatzbereit, ohne dass Einzelteile zusammengesetzt werden müssen. Deutlich zu erkennen ist das Vier-Linsen-System auf der Vorderseite (zwei Kamera-Paare für verschiedene Distanzen) sowie die mittig platzierte RGB-Farbkamera und die integrierte LED-Beleuchtung.
Zubehör im Detail
Der Lieferumfang umfasst alles, was man für den Start ins 3D-Scannen braucht:
USB-Kabel (Typ-C zu A): Das beiliegende Spezialkabel macht einen soliden Eindruck und ist ausreichend lang für gängige Setups. Der Gerätestecker verfügt über eine Arretierungsschraube, die dank eines integrierten Bügels bequem von Hand befestigt werden kann – ganz ohne Werkzeug. Um mögliche Stromversorgungsprobleme bei älteren USB-A-Standards zu umgehen, ist zusätzlich eine USB-C-Buchse am Kabel integriert. Über diese kann mithilfe eines mitgelieferten Kabels eine zweite Stromquelle angeschlossen werden, sodass der Scanner über zwei USB-Anschlüsse gleichzeitig mit Energie versorgt wird. Bei modernen PCs ist das in der Regel nicht notwendig. 2 USB-A auf USB-C-Adapter sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Für mobile Anwendungen wäre ein flexibleres, weniger steifes Kabel allerdings wünschenswert.
- Kabel des CR-Scan Otter
Kalibrierungsscheibe: Eine einfache, aber funktionale Platte zur exakten Kalibrierung der Sensorik. Pflicht bei hochpräzisen Anwendungen – gut, dass sie beiliegt.
Markierungspunkte: Eine kleine Rolle mit reflektierenden Stickern, die für den Marker-Modus notwendig sind. Die Anzahl reicht für einige mittelgroße Scans, bei regelmäßigem Gebrauch wird man jedoch schnell Nachschub brauchen.
Reinigungstuch: Ein Mikrofaser-Tuch, das für die Pflege der Linsen gedacht ist – sinnvoll, aber eine Standardbeigabe.
Testobjekt: Ein kleines, strukturreiches Kunststoffmodell, das als Übungsobjekt für erste Scans dient. Praktisch für den Einstieg und zum Kennenlernen der Software.
Gummiunterlage: Eine schwarze Gummiunterlage, um die Scanobjekte darauf zu positionieren.
Anleitung: Die Bedienungsanleitung liegt in Form einer Kurzanleitung bei. Weiterführende Anleitungen gibt es online. Eine mehrsprachige Bedienungsanleitung fehlt ebenso wenig wie die üblichen Garantiekarten.
Was fehlt im Lieferumfang?
Auch, wenn der Creality CR-Scan Otter an sich gut ausgestattet ist, vermisse ich doch drei wesentliche Zubehör-Teile:
Drehteller: Ein automatischer Drehteller für 360°-Scans kleiner Objekte fehlt leider. Gerade für präzisere und gleichmäßige Aufnahmen wäre dieses Zubehör in vielen Anwendungsszenarien äußerst hilfreich.
Scanspray: Bei transparenten oder stark reflektierenden Oberflächen stößt der Scanner an seine Grenzen (dazu später mehr). Ein kleines Scanspray – idealerweise als Probeflasche im Lieferumfang – hätte hier einen praktischen Mehrwert geboten und den Einstieg erleichtert.
Stativ: Ein Mini-Stativ wäre eine nützliche Erweiterung des Gesamtpakets. Enttäuschenderweise ist es nicht enthalten.
Design und Verarbeitung
Schon beim Auspacken fällt auf: Das Gerät selbst wirkt modern und robust. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, fühlt sich hochwertig an und liegt gut in der Hand. Mit seinen kompakten Abmessungen von etwa 14 x 9 x 3 Zentimetern ist der Scanner leicht zu transportieren und wiegt nur rund 500 Gramm. An der Unterseite befindet sich ein Stativgewinde, das unter einem Gummistopfen versteckt ist.
Die Verarbeitung ist insgesamt auf einem hohen Niveau. Alles wirkt sauber verschraubt, die Materialien wirken langlebig und vertrauenserweckend. Drei berührungsempfindliche Tasten oben am Gerät ermöglichen es mir, den Scanvorgang direkt am Scanner zu starten oder zu pausieren und die Empfindlichkeit anzupassen. Auch die beiliegenden Zubehörteile – USB-Kabel, Adapter, Kalibrierungsscheibe, Markierungspunkte, Reinigungstuch und ein kleines Testobjekt – machen einen guten Eindruck. Der Scanner zeigt bereits beim ersten Eindruck, dass er auf Langlebigkeit ausgelegt ist. Die Kombination aus wertigen Materialien und einem kompakten Design spricht sowohl Einsteiger als auch erfahrene Nutzer an.
Technische Daten im Überblick
Der CR-Scan Otter ist ein strukturlichtbasierter 3D-Scanner, der mit Infrarot arbeitet. Er erreicht laut Hersteller eine Genauigkeit von bis zu 0,02 mm. Der Arbeitsabstand beträgt zwischen 110 und 1000 mm, was eine hohe Flexibilität beim Scannen verschieden großer Objekte erlaubt. Die maximale Scan-Geschwindigkeit liegt bei 20 Bildern pro Sekunde. Damit können auch komplexe oder größere Objekte zügig erfasst werden. Selbst bei sich bewegenden Objekten lassen sich so noch brauchbare Ergebnisse erzielen.
Die eingebauten Sensoren und Kameras ermöglichen es, sogar bei schwierigen Lichtverhältnissen stabile Ergebnisse zu erzielen. Zwei helle LED-Leuchten unterstützen zusätzlich bei der Ausleuchtung. Die RGB-Kamera sorgt für eine farbtreue Texturierung der gescannten Modelle. Auch dunkle oder reflektierende Oberflächen lassen sich erstaunlich gut erfassen. Die eingesetzte Lichttechnologie sorgt dafür, dass auch feine Kanten und Oberflächenbeschaffenheiten präzise abgebildet werden.
Der Scanner besitzt zwei Stereokamera-Paare: Ein Paar mit kurzer und eins mit langer Brennweite. Dadurch kann der Scanner je nach Modus zwischen Detail-Scan (für kleine Objekte mit reichlich Details) und Weitwinkel-Scan (für große Objekte und mehr Abstands-Toleranz) wechseln, ohne dass man das Objektiv wechseln müsste. Diese Technik ermöglicht es, sowohl winzige Strukturen aus nächster Nähe als auch größere Objekte aus einiger Entfernung präzise zu erfassen – praktisch zwei Scanner in einem.
Der Otter nutzt infrarotes, strukturiertes Licht als Projektionsmethode. Das Infrarotlicht ist augensicher (Laserklasse I).
Installation und Software
Die Installation verläuft problemlos. Die Software „Creality Scan” steht auf der Herstellerseite zum Download bereit und lässt sich sowohl unter Windows als auch unter macOS installieren. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich, modern und in mehreren Sprachen verfügbar. Zudem benötigt die Software keine besonderen Systemvoraussetzungen, läuft stabil und reagiert schnell auf Eingaben.
Nach dem Start leitet die Software den Nutzer Schritt für Schritt durch den Prozess – von der Kalibrierung über die Objektauswahl bis hin zur Wahl des Scanmodus. Alles ist logisch aufgebaut und weitgehend selbsterklärend. Beim ersten Start der Software werde ich durch einen Kalibrierungsvorgang geführt. Mithilfe der Kalibrierplatte aus dem Lieferumfang ließ sich der Scanner initial justieren – ein Schritt, der nur wenige Minuten dauerte und sicherstellt, dass die Genauigkeit von Beginn an stimmt. Beim Kalibrieren mit der Kalibrierungsplatte hatte ich zunächst ein paar Schwierigkeiten – die lagen jedoch eindeutig an mir. Wichtig ist, die einzelnen Schritte in Ruhe und ohne Hektik durchzuführen.
Die Software bietet mehrere Scanmodi, darunter auch einen Marker-Modus. Mithilfe kleiner Aufkleber lassen sich damit selbst größere oder besonders detailreiche Objekte präzise erfassen. Die gescannten Daten können direkt in gängige 3D-Formate wie STL, OBJ oder PLY exportiert werden. Auch eine Übertragung auf mobile Geräte ist per Adapter möglich – das sorgt für zusätzliche Flexibilität im Workflow.
Ein großes Plus: Die Software erlaubt eine automatische Nachbearbeitung der Scans. Löcher im Modell werden geschlossen, Rauschen entfernt, und die Texturen werden bereinigt. Für Anwender, die sich nicht mit komplexer Nachbearbeitungssoftware beschäftigen wollen, ist das eine enorme Erleichterung. Fortgeschrittene Nutzer können optional in einen Expertenmodus wechseln, der manuelle Eingriffe in die Mesh-Struktur erlaubt.
Praxistest: Kleine Objekte
Im ersten Test scanne ich die beigefügte kleine Figur mit etwa 7 cm Höhe. Die Benutzeroberfläche von Creality Scan wirkt aufgeräumt und einsteigerfreundlich. Nach der Kalibrierung konnte ich direkt zwischen verschiedenen Scan-Modi wählen, je nach Objektgröße: Der Otter bietet spezielle Modi bzw. Voreinstellungen für kleine, mittlere und große Objekte. Außerdem gibt es einen „Gesicht“ Modus zum Scannen von Personen sowie einen Marker-Modus für schwer zu trackende Objekte. Die Software unterstützt das Zusammenführen mehrerer Scans (um z.B. ein Objekt rundum zu erfassen) und verfügt über Funktionen zur Nutzung von Markerpunkten sowie zum erneuten Kalibrieren bei Bedarf.
Die grundlegende Scan-Bedienung erfolgt über die Software: Dort starte ich den Scan, sehe in Echtzeit das erfasste Punkt- oder Mesh-Modell und kann den Scan auch wieder stoppen. Alternativ lassen sich Start/Stopp wie erwähnt auch über die Tasten am Gerät auslösen – praktisch, wenn man beim Herumlaufen um ein Objekt nicht ständig zur PC-Tastatur greifen will.
Im Lieferumfang fehlen leider sowohl das Mini-Stativ als auch der Drehteller. Letzteren habe ich kurzerhand selbst entworfen und mit dem 3D-Drucker hergestellt. Die Markierungspunkte sind beim Scanner bereits enthalten und fest aufgebracht.
Der CR-Scan Otter erkennt das Objekt sofort und startet zügig mit dem Scanvorgang. Dank der Live-Vorschau auf dem Bildschirm lässt sich der optimale Arbeitsabstand gut einhalten. Auch direkt am Scanner zeigen beleuchtete Touch-Tasten an, ob Abstand und Bewegungsgeschwindigkeit korrekt sind – leuchten sie grün, passt alles.
Diese Touch-Buttons geben ein akustisches Feedback – anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber in der Praxis recht nützlich, um zu wissen, ob ein Befehl registriert wurde. Insgesamt vermittelt der CR-Scan Otter einen durchdachten Eindruck: kompakt, robust und mit sinnvoller Ausstattung.
Verliert der Scanner einmal die Orientierung, genügt es, den Drehteller ein Stück zurückzudrehen, bis die grüne LED wieder signalisiert, dass der Anschluss gefunden wurde. Diesen Vorgang wiederholt man, bis auf dem Bildschirm eine geschlossene Punktwolke sichtbar ist.
Nach dem Abschluss wird das Modell automatisch zusammengesetzt. Bereits ohne weitere Bearbeitung ist das Ergebnis beeindruckend: feine Details sind gut erkennbar, die Proportionen stimmen, und auch die Texturierung überzeugt durch Farbtreue. Selbst kleine Vertiefungen oder erhabene Flächen werden originalgetreu erfasst. Für Anwendungen im Modellbau oder bei Miniaturen ist diese Genauigkeit mehr als ausreichend.
- Punktewolke
- Vorschau
Ein klarer Pluspunkt ist der Automatikmodus der Software. Dank voreingestellter Standardwerte erzielt man schon beim ersten Versuch brauchbare Ergebnisse. Mein eigener Einstieg verlief entsprechend erfolgreich – das Ergebnis kann sich sehen lassen. Zwar erfasst der Scanner auch die Farbwerte des Objekts, da ich jedoch einen einfarbigen 3D-Druck plane, habe ich auf diese Funktion bewusst verzichtet.
Selbst feinste Linien und Details werden präzise erfasst – das Ergebnis wirkt wie eine originalgetreue 1:1-Kopie. Für meinen zweiten Scan-Versuch habe ich mich dem Thema Ostern gewidmet: Als Modell diente ein kleiner Holzhase. Mittels eines elektrischen Drehtellers (nicht im Lieferumfang) habe ich ihn mit dem Scanner erfasst.
Nach dem Entfernen der überflüssigen Punkte in der Software lasse ich das finale 3D-Modell generieren.
- Punktewolke
- Auch die Farben kein Problem
Die exportierte STL-Datei habe ich im Orca-Slicer auf 150% vergrößert und ausgedruckt.
Auch hier bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Natürlich sind auch kleinere Fehler vorhanden, die jedoch in erster Linie auf mein eigenes Vorgehen zurückzuführen sind. Besonders bei den Eiern im Korb hätte ich sorgfältiger arbeiten und sie aus mehreren Blickwinkeln erfassen müssen. Die Z-Naht wäre auch vermeidbar gewesen.
Praxistest: Große Objekte
Als Nächstes stand ein deutlich größeres und komplexeres Projekt an: das Scannen einer Person. Besonders bei gleichmäßigen oder strukturlosen Flächen hatte ich meine Probleme.
Mein Versuchsobjekt ist ein menschlicher Kopf. Dafür habe ich die Person auf einem kleinen Drehstuhl platziert und den Scanvorgang gestartet. Ich führe mehrere Scans aus unterschiedlichen Perspektiven durch, die anschließend von der Software zu einem vollständigen Modell zusammengesetzt werden. Offensichtlich hat der Scanner oder auch die Software Probleme mit dunklen Flächen. Das schwarze Haar meiner Testperson wurde jedenfalls auch im “Kopf-Modus” nicht erkannt.
Natürlich ersetzt ein solcher Scan kein hochauflösendes Fotogrammetrie-Porträt – in den feinen Gesichtsporen oder einzelnen Haarsträhnen liegt nicht die Stärke des Otter. Aber für grobe 3D-Avatare oder Spaßanwendungen reicht es allemal. Wichtig: Das verwendete Infrarotlicht ist unsichtbar und unbedenklich für die Augen.
Auch beim Scannen des ca. 50cm großen Zwerges gibt es Schwierigkeiten. Hier sind die Barthaare und die Zipfelmütze die Hauptprobleme.
Einzelne Scans lassen sich problemlos zusammenführen. Auch hier gelingt eine realitätsnahe Darstellung, die sich für spätere Bearbeitungen eignet. Besonders die Möglichkeit, Texturen und Farben gleich mitzuerfassen, erweist sich als sehr nützlich. Im Bereich des Produktdesigns oder Reverse-Engineerings eröffnen sich damit neue Möglichkeiten.
Grenzen und Herausforderungen
Trotz der insgesamt positiven Eindrücke gibt es auch kleinere Einschränkungen. Spiegelnde, schwarze oder sehr transparente Oberflächen stellen den Scanner vor Herausforderungen. Hier ist nach wie vor der Einsatz eines Scansprays empfehlenswert, um die Oberfläche matt zu machen. Auch bei sehr kleinen Details unterhalb von 0,1 mm kommt das System an seine Grenzen. Das ist jedoch in dieser Preisklasse absolut vertretbar. Ebenfalls auffällig: Die Software arbeitet zuverlässig, könnte aber an manchen Stellen noch etwas schneller reagieren – insbesondere bei der Berechnung und Zusammenführung sehr großer Modelle. Hier ist ausreichend Arbeitsspeicher im Rechner hilfreich. Mit kommenden Updates dürften diese kleinen Verzögerungen jedoch weiter minimiert werden.
Kompatibilität und Export
Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Kompatibilität. Die Modelle lassen sich in alle gängigen Programme exportieren – sei es Tinkercad, Blender, Meshmixer, Fusion360 oder gängige Slicer für den 3D-Druck. Die Exportformate STL, OBJ und PLY decken alle wesentlichen Anforderungen ab. Dank der sauberen Geometrie der Scans ist eine Weiterverarbeitung meist ohne große Nacharbeit möglich. Das spart Zeit und macht den Scanner auch für semiprofessionelle Einsätze attraktiv – etwa bei der Produktentwicklung, im Reverse Engineering oder zur Digitalisierung von Kulturgut. Museen und Restauratoren profitieren von der Möglichkeit, sensible Objekte berührungslos und detailgetreu zu erfassen.
Zubehör und Erweiterungsmöglichkeiten
Creality bietet für den CR-Scan Otter optional eine sogenannte Bridge an. Damit lässt sich der Scanner kabellos mit einem leistungsstarken Smartphone nutzen – praktisch für den mobilen Einsatz. Der Haken: Der Preis für dieses Zubehör steht in keinem guten Verhältnis zum ohnehin schon nicht ganz günstigen Scanner.
Ähnlich überrascht war ich vom Preis für zusätzliche Scan-Marker. Hier stellt sich mir ehrlich die Frage, ob es sich nicht um einen Fehler handelt – die Kosten erscheinen unverhältnismäßig hoch. Wer nicht ganz so viel Bedarf hat, bekommt von Anderen Herstellern (zu Amazon) das gleiche Produkt in geringerer Menge für einen proportional ähnlichen Preis.
Testergebnis
Der Creality CR-Scan Otter überzeugt im Test durch eine sehr gute Scanqualität und einfache Bedienung. Besonders positiv fallen die robuste Bauweise, die gute Ergonomie und die leistungsstarke Software auf. Die Ergebnisse können sich sehen lassen – sowohl bei kleinen Figuren als auch bei größeren Objekten. Klar ist: Der Otter ist kein High-End-Industriemodell, aber für seinen Preisbereich bietet er sehr viel Leistung. Wer einen Einstieg in die Welt des 3D-Scannens sucht oder ein praktisches Tool für die Werkstatt, den Makerspace oder das Homeoffice braucht, ist mit diesem Gerät bestens bedient.
Der Scanner richtet sich an kreative Bastler, Designer, Modellbauer und kleine Unternehmen. Auch für Schulen oder Bildungseinrichtungen kann der Otter eine spannende Möglichkeit sein, um Schüler an moderne Technologien heranzuführen. Das einfache Bedienkonzept macht ihn auch für Jugendliche gut nutzbar.
Insgesamt hinterlässt der CR-Scan Otter einen durchweg positiven Eindruck – und das mit einem Augenzwinkern, denn sein Name mag putzig sein, seine Leistung ist es aber nicht: Der Otter scannt, was das Zeug hält.
Trotz des insgesamt durchdachten Gesamtpakets vermisse ich notwendiges Zubehör: Drehteller, Scanspray und Stativ. Hier hat Creality also noch etwas Raum zum Nachbessern.
Wer mit etwas weniger Leistung auskommt, findet aus dem Hause Creality aber auch eine deutlich günstigere Alternative. Das Frettchen (Ferret) ist der kleine Bruder des Otters und kostet nur ein Drittel. Die Ergebnisse sind auch nicht so gut, für einfachere Anwendungen sollten sie aber genügen.
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